Sprechen, Sprache, Stimme, Atem und Schlucken - Wir helfen kompetent bei allen Arten von Sprachstörungen in Loßburg, Wittendorf, Betzweiler-Wälde, Lombach, Rodt, Schömberg, Sterneck, Vierundzwanzig Höfe und Wittendorf. Natürlich freuen wir uns auch über Patienten aus der Umgebung von Alpirsbach, Dornhan, Glatten, Freudenstadt und Dornstetten und allen anderen umliegenden Ortschaften. Wir behandeln bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter anderem folgende Störungen: Stottern , Sprechstörungen z. B. nach Schlaganfall oder bei neurologischen Erkrankungen (Dysarthrie), Schluckstörungen z. B. nach Schlaganfall oder bei neurologischen Erkrankungen (Dysphagie), Stimmstörungen (Dysphonie), Störungen der Atemfunktion, Gesichtslähmungen (Facialisparesen), Poltern / Verhaspeln, Myofunktionelle Störungen (Ungleichgewicht der Gesichtsmuskulatur), Näseln (Rhinophonie), Artikulationsstörungen (Dyslalie), Phonologische Störungen, Sprachentwicklungsverzögerungen (Late Talker), Sprachstörungen z. B. nach Schlaganfall oder Unfall (Aphasie), Sprachentwicklungsstörungen (z. B. Probleme mit Satzbau, Wortschatz u. ä.), Hörstörungen (z. B. Therapie bei Cochleaimplantat Versorgung), AVWST (Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen), Mutismus (Störung der Kommunikation), Lese-/Rechtschreibstörungen. Sollten Sie sich unsicher sein, ob Sie bei uns an der richtigen Stelle sind, rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Schulkinder

Schulkinder & Jugendliche

Die Begriffe Legasthenie und LRS werden in Deutschland synonym verwendet. Sie bezeichnen eine Teilleistungsstörung, bei der ein Kind mit einer durchschnittlichen oder überdurchschnittlichen allgemeinen Begabung ausschließlich in den Bereichen Lesen und/oder Schreiben große Probleme hat.
Diagnostizieren lässt sich eine LRS erst nach Schuleintritt ungefähr ab der zweiten Klasse. Hierfür ist eine Testung bei einem Kinder- und Jugendpsychologen notwendig.
Kinder die eine Sprachentwicklungsstörung/phonologische Störung haben oder hatten sind gefährdeter, eine LRS zu entwickeln. In den Fällen, in denen eine LRS auf eine sprachliche Störung zurückzuführen ist, kann ein Arzt eine Verordnung für eine logopädische Behandlung ausstellen.

Stottern ist eine Störung des Redeflusses. Es kommt zu Unterbrechungen des Sprechens, die aus Blockierungen (Verkrampfung der Stimmbänder), Silbenwiederholungen („Ka-ka-kakadu“) und Dehnungen (Nnnnnnnicht) bestehen können. Willentlich können stotternde Menschen diese Unterbrechungen nicht verhindern. Oft fühlen sie wenige Sekundenbruchteile vor dem Auftreten des Stotterns, dass sie gleich stottern werden. Aus diesem Grund entwickeln Stotterer oft ein Vermeideverhalten. Sie vermeiden Wörter, Laute oder bestimmte Situationen in denen sie häufig stottern mussten. Oft entwickeln sich sogenannte „Begleitsymptome“, wie Grimassen,  Verkrampfung des Körpers oder Anhalten des Atems. Negative Gefühle und Gedanken wie Angst, Scham und Minderwertigkeitsgefühle, die als Reaktion auf das Stottern entstehen, können oft ein großer Bestandteil dieser Störung sein.
Dem Stottern liegt oft eine familiäre (genetische) Veranlagung zu Grunde welche durch zusätzliche Faktoren wie Stress, familiäre Krisen oder traumatische Erlebnisse zu Tage tritt.

Bestandteil der Stottertherapie ist der offene, entspanntere Umgang mit dem Stottern und den Begleitsymptomen. Zusätzlich werden Methoden erarbeitet, die das Sprechen flüssiger und das Stottern unauffälliger machen.

Bei einer myofunktionellen Störung handelt es sich um ein muskuläres Ungleichgewicht der Gesichtsmuskulatur.
Dadurch können Zunge und Lippen einige für das Sprechen und Schlucken notwendige Bewegungsabläufe nicht oder nicht mit ausreichender Kraft ausführen. Oft ist die Muskulatur betroffen, die für das Zurückziehen der Zunge verantwortlich ist. Die Zunge liegt dann in der Ruhestellung im Mundboden statt hinter den oberen Schneidezähnen.
Beim „falschen“ Schlucken presst die Zunge ebenfalls gegen die Zähne. Zusätzlich werden oftmals ’s‘ und/oder ’sch‘  fehlgebildet, indem die Zunge zwischen die Zähne gestreckt wird oder gegen die Zähne presst.
Die Folge einer myofunktionellen Störung können Zahn- und Kieferfehlstellungen sein, die durch das Drücken der Zunge gegen die Zähne verursacht werden.
Wenn eine kieferorthopädische Behandlung geplant ist oder bereits läuft und der Kieferorthopäde ein unphysiologisches Schluckmuster feststellt, ist der zeitnahe Beginn der logopädische Therapie sehr wichtig. Andernfalls können sich durch die Kraft des Zungenpressens die bereits korrigierten Zähne wieder verschieben.
Bei noch bestehenden sprachlichen Auffälligkeiten kann zusätzlich eine Artikulationstherapie stattfinden.
Auch Jugendliche und Erwachsene jeden Alters können sich in logopädische Behandlung begeben, um ihre Aussprache zu verbessern, ihre Therapie ist nicht weniger erfolgversprechend als die von Kindern.

Beim Poltern besteht ein Ungleichgewicht zwischen der schnellen Abfolge der Gedanken des Betroffenen und seiner Fähigkeit diese auszuformulieren.
Meist verfügen Polterer über eine große Artikulationsgeschicklichkeit, haben jedoch Schwierigkeiten, den Sprechvorgang gedanklich vorzubereiten.
Polterer sprechen oft sehr schnell und undeutlich, was am Zusammenziehen und Auslassen von Silben und Wörtern liegt. Sie versprechen sich öfter, korrigieren sich rasch und durch Vertauschungen der Satzteile untereinander entsteht der Eindruck von Gedankensprüngen.
Im Gegensatz zum Stottern leiden polternde Menschen oft nicht unter ihrer Sprechweise. Bei Konzentration gelingt es ihnen meist langsamer und „geordneter“ zu sprechen. Daher können in der logopädischen Therapie gut Strategien erarbeitet werden, um das Poltern zu reduzieren. Voraussetzung ist aber, dass der Betroffene dies überhaupt wünscht.

Auch Kinder und Jugendliche können eine Stimmstörung (Dysphonie) aufweisen.
Die Stimme klingt dann beispielsweise heiser, rau, gepresst oder sehr angestrengt. Vielleicht klagt das Kind über Halsschmerzen obwohl es nicht erkältet ist oder muss sich häufig räuspern.
Die häufigste Form der kindlichen Stimmstörungen ist die funktionelle Dysphonie. Das heißt der Stimmklang und die Belastungsfähigkeit der Stimme sind verändert, ohne dass eine Erkrankung des Kehlkopfes vorliegt.
Aus der funktionellen Dysphonie kann sich auch eine organische Dysphonie mit Stimmlippenknötchen (Schreiknötchen) oder Polypen entwickeln.
Als Hauptursache kindlicher Stimmstörungen wird ein übermäßiger Stimmgebrauch in Kombination mit anderen Faktoren angenommen.
Diese können zum Beispiel ein gesamtkörperliches muskuläres Ungleichgewicht oder eine dauerhafte Mundatmung sein.
Bei Jugendlichen, vor allem bei Jungen, kommt in der Pubertät durch den Stimmbruch noch ein zusätzlicher Faktor für Stimmstörungen hinzu. Durch das Wachstum des Kehlkopfes verändern sich die anatomischen Verhältnisse der Stimme. Wenn ein Jugendlicher trotzdem versucht die Tonlage der Kinderstimme beizubehalten, kann eine „Mutationsstimmstörung“ entstehen.
Die Stimme klingt dann sehr hoch, ist wenig belastungsfähig und kann nach längerem Sprechen rau und heiser klingen und schmerzhaft sein.
Sollten Sie den Eindruck haben, dass der Stimmbruch Ihres Kindes ungewöhnlich lange dauert oder ausbleibt, sprechen Sie mit dem HNO-Arzt oder Phoniater, ob eine logopädische Behandlung erforderlich ist.